Der Weg zur digitalen Marketing Strategie

Bei einer digitalen Marketing Strategie handelt es sich um einen Plan, wie Sie Ihre unternehmerischen Ziele mithilfe von Online Marketing erreichen möchten. Der Begriff „Strategie“ mag vielleicht einen sehr komplexen Sachverhalt suggerieren, doch verfolgt man ein schrittweises Vorgehen,  erarbeitet man relativ schnell einen Plan für die digitalen Aktivitäten.

Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung einer solchen Strategie ist eine aufgeräumte Datenbasis. Falls dort noch Handlungsbedarf besteht, ist eine vorherige Bereinigung sehr zu empfehlen, damit die geplanten Massnahmen auch tatsächlich umgesetzt werden können.

Die Datengrundlage sollte wie folgt aussehen:

Zusammenführung & Integration

Die Datenqualität ist eine fundamentale Voraussetzung für erfolgreiche Massnahmen, welche den Unternehmenserfolg nachhaltig steigern. Daten werden aus verschiedenen Quellen zusammengeführt, qualitativ optimiert und zentral verwaltet. Dank bestmöglicher Automatisierung wird nicht nur die Datenpflege vereinfacht, sondern auch die Qualität für wiederkehrende Massnahmen sichergestellt.

Standardisierung & Anreicherung

Eine Datenbank mit statischen Informationen und Hinweisen zum Verhalten eines Kunden ist zwar eine gute Basis, aber intelligente Ergänzungen führen zu einer 360°-Sicht und ermöglichen sehr gezielte Aktivitäten. Die vorhandenen Kundeninformationen sind wie Rohdiamanten - erst mit der richtigen Behandlung werden sie wertvoll.

Dialogisierung & Aktivierung

Kundengerechte Informationen, bedürfnisorientierte Kommunikation von hoher Qualität und kontinuierliche Optimierung fördern die Kundenzufriedenheit bedeutend. Dank thematisch relevanten Kampagnen auf den richtigen Kanälen werden Chancen erkannt und gewinnbringend in Verkaufserfolge verwandelt.

Die gesamte Basis als grafische Übersicht:

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Ist diese Basis vorhanden, so steht einer digitalen Marketing Strategie nichts im Weg.

Anleitung zur Umsetzung

Bauen Sie Ihre Buyer Personas auf

Voraussetzung für jede Marketing Strategie – ob online oder offline – ist, dass Sie genau wissen, wer Ihre Zielgruppe ist. Die Strategie ist dann am effektivsten, wenn sie auf gut ausgearbeiteten Buyer-Personas basiert, weshalb diese zuerst erarbeitet werden. Eine Buyer Persona ist das Profil einer Zielperson, auf die Ihr Angebot passt. Sie benötigen eine Buyer Personas Vorlage? Voilà, hier gehts zur Buyer Persona-Vorlage.

Halten Sie Ihre relevanten Ziele und die digitalen Marketinginstrumente fest

Stimmen Sie Ihre Marketing-Ziele auf die grundlegenden Ziele Ihres Unternehmens ab, denn beides ist schlussendlich eng miteinander verbunden. Wenn Sie beispielsweise darauf abzielen, Ihren Umsatz über Online Kanäle um 20% zu steigern, könnte es sinnvoll sein, dass Ihre Marketing-Abteilung in diesem Jahr 50% mehr Leads über die Website generiert als im Vorjahr. Setzen Sie höchstens eine Handvoll Ziele, sodass die Ziele übersichtlich bleiben.

Prüfen Sie bisherige und planen Sie neue Medienkampagnen

Ein übersichtliches Reporting zeigt, wie erfolgreich bisherige Kampagnen, Blogbeiträge oder Landingpages waren, so dass diese Informationen in die Planung von neuen Medienkampagnen miteinbezogen werden können. Es ist wichtig, aus bisherigen Massnahmen auf unterschiedlichen Kanälen zu lernen, um erfolgreiche Kampagnen zu intensivieren und keine Zeit mit erfolglosen Aktivitäten zu verschwenden. So wird schnell klar, in welche Medien und Themen man investieren und welche man vorläufig besser nicht weiterverfolgen soll.

Definieren Sie Ihre Kommunikationsinhalte und die digitalen Kanäle

Es ist nicht immer einfach, die richtigen Inhalte und Kanäle in Ihre Strategie zu integrieren. Hier hilft es, das Gesamtbild zu betrachten und sich nicht in Details verlieren. Grundsätzlich geht es darum, zu definieren, welche Inhalte auf welchen Kanälen kommuniziert werden sollen. Es kann durchaus hilfreich sein, die Kanäle und Themen entsprechend zu kategorisieren. Eine Klassifizierung könnten beispielsweise wie folgt aussehen:

  • „Owned Media“ (unternehmenseigene Kanäle & Medien)

    Dies umfasst alle digitalen Ressourcen, die zu Ihrem Unternehmen gehören und die Verwaltung allein durch Sie vorgenommen wird. Dazu zählen unter anderem Ihre Website, Newsletter, Social-Media-Profile, Blog-Beiträge und Bildmaterial. Ebenfalls dazu gehören Inhalte, die Sie nicht auf Ihrer eigenen Website publizieren, wie allenfalls ein Blog auf einer Partner-Plattform.

  • „Earned Media“ (Medienpräsenz durch Mundpropaganda und Empfehlungen)

    Der Begriff „Earned Media“ ist der Name für die Medienpräsenz eines Unternehmens, über die es dank Mund zu Mund-Propaganda und Empfehlungen erhält. Mit anderen Worten also die Anerkennung, die Sie für Gastbeiträge auf externen Websites, für Ihren geleisteten Kundenservice oder aufgrund von Pressearbeit erhalten. Diese Art von Präsenz entsteht auf Basis von Pressemeldungen, positivem Kundenfeedback und indem Ihre Inhalte in den sozialen Netzwerken geteilt werden.

  • „Paid Media“ (kostenpflichtig erworbene Medien).

    Hier geht es um alle kostenpflichtigen Marketing Kanäle und Plattformen die genutzt werden können, um die Aufmerksamkeit Ihrer Zielpersonen auf Ihr Unternehmen zu lenken. Dazu zählen Google AdWords, Ad-Kampagnen in sozialen Netzwerken, Native Advertising (wie gesponserte Beiträge auf externen Websites) und jedes andere Medium, das Ihre Inhalte gegen eine Gebühr anzeigt.

An diesem Punkt haben Sie Ihre Planung abgeschlossen und Sie haben eine Vorstellung entwickelt, aus welchen Elementen sich Ihre digitale Marketing Strategie zusammensetzt. Nun gilt es die Inhalte auf die Personas und die entsprechenden Kanäle auszurichten.

 

Es sollte Ihnen nun Folgendes vorliegen:

  • Die Profile Ihrer Buyer-Personas
  • Ein- oder mehrere marketingspezifische Ziele
  • Eine Auswertung und Rangliste von erfolgreichen Kanälen und Inhalten
  • Ein Plan mit Ideen, welche Inhalte auf welchen Kanälen verteilt werden

Fertig

Aus all diesen Informationen ergibt Sie nun Ihre Strategie. Zur Erinnerung: Bei Ihrer digitalen Strategie handelt es sich um Ihren Plan, wie Sie Ihre unternehmerischen Ziele mithilfe von Online-Marketing oder Performance Marketing erreichen möchten. An einem solchen Plan sollte man grundsätzlich festhalten, jedoch insofern agil bleiben, weil das monatliche Reporting laufend Optimierungsmöglichkeiten aufzeigt, insbesondere wenn gewisse Kampagneninhalte oder Kanäle wenig Erfolg zeigen. als dass man ja auch laufend basierend auf einem monatlichen Reporting Optimierungen vornehmen sollte.

Tipp:

Jedes Unternehmen verfolgt andere Ziele und setzt unterschiedliche Prioritäten. Daher muss für jede Unternehmung eine eigene digitale Marketing Strategie erstellt werden und es gibt keine perfekte Vorlage. Was allerdings für jede Unternehmung gilt, ist, dass sie in ihrem Strategiedokument die einzelnen Schritte und Initiativen klar erläutern sollte. Nur so können die Resultate gemessen und das übergreifenden Ziele erreicht werden. Wer Sie sich an diesen einfachen Tipp hält, verfügt bereits über eine effektive digitale Marketing Strategie.

Nun beginnt die Detailarbeit. Die einzelnen Massnahmen können beispielsweise mittels Customer Journeys  konzipiert und umgesetzt werden. 

 


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Marco Eggenschwiler

Inhaber, Geschäftsführer und Macher

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